Kreissparkasse Köln geht neue Wege beim Risikomanagement

Im nicht endenden Prozess, den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) nachzukommen und die ebenso von der BaFin vorgegebenen Dokumentationspflichten einzuhalten, stoßen Finanzdienstleister an ihre Grenzen. Angesichts aktueller 44er Prüfungen sieht die IT so mancher Bank oder Versicherung nach wie vor eher „alt“ aus. Nicht neu hingegen und doch überraschend dabei ist, dass eine Anwendung auf dem Prüfstand steht, die von Hause aus gar nicht für die Finanzbranche entwickelt wurde: Microsoft Excel.

Althergebrachte Tools stoßen an Grenzen

Wie eine Studie der agentes zeigt, nutzen 97 Prozent der befragten Banken Microsoft Excel oder Access*. Das Microsoft Office Paket dient vielerorts als das Controlling-Werkzeug schlechthin. Microsoft Excel entwickelte sich im Laufe der Zeit weiter, mittlerweile kann ein Tabellenblatt über 17 Milliarden Zellen umfassen und Dateien mit mehr als 2 Gigabyte Dateivolumen erstellt werden. Dies birgt eine hohe Fehleranfälligkeit. Und zwar gerade dann, wenn Prozesse nicht automatisiert von statten gehen, sondern Daten händisch eingegeben werden. Zudem wird häufig nicht dokumentiert, woher die Autoren dieser Exceldateien ihre Inhalte, Daten und Zahlen beziehen. Es lässt sich oft nicht nachvollziehen, ob die Werte aus verlässlichen Quellen stammen, ob eine Kontrolle der Inhalte und eine Prüfung der Zugriffrechte stattgefunden haben.

Das Ziel lautet: Risikominimierung

Das große Thema Fehlervermeidung hat noch immer nicht an Brisanz verloren. Aktuelle und namhafte Fälle der Branche haben gezeigt, dass es aufgrund der hohen Fehleranfälligkeit der eigenen IT-Infrastruktur zu falschen Bilanzen sowie zu falschen Gewinn-und Verlustanalysen kommen kann. „Unserer Erfahrung nach sind den Banken nach wie vor die Ausmaße und Risiken in Bezug auf ihre Geschäftsprozesse – und damit auch in Bezug auf ihre IT – nicht immer klar“, berichtet Rüdiger von Amelen, Leiter Produktmanagement bei der agentes.

Risikomanagement mit dem Office Process Manager

Entlastung schaffen IT-gestützte Prozesse, die auf Tabellenkalkulationsprogrammen aufbauen und durch sogenannte Add-Ins Banken dabei unterstützen, die Anforderungen der MaRisk gezielt umzusetzen. So bietet die agentes solutions GmbH eine Lösung an, die die MaRisk-konforme Bewertung und Dokumentation von beispielsweise Excel-Sheets ermöglicht. Die Kreissparkasse Köln setzt seit Mitte 2010 auf den Office Process Manager.

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